Susanne Rehklau

Kurzbericht zu der Situation von der Familie


Susanne am 24.10.2009 zuhause

Am 01.07.2009 wurde bei Susanne per Ultraschall ein etwa fußballgroßer Chorionkarzinom diagnostiziert. Am nächsten Tag kam sie in die Filderklinik, am 06.07.2009 in die Universitätsklinik Tübingen. Dort bekam sie eine Chemotherapie, der die Eltern mangels Alternativen und Zeit zustimmten. Erst nach zwei Wochen (weil Kempten angeblich keine Dialyse habe) durfte sie, über Zwischenstation Uniklinik Ulm, wieder nach Hause.
Ihre zweite, diesmal "regionale" Chemotherapie bekam Susanne in der Medias-Klinik in Burghausen Anfang August (02.-06.08.2009), gegen den erbitterten Widerstand Tübingens. Nach dieser Therapie wollten wir Susanne durch die schon in Tübingen begonnene Budwig-Diät und Misteltherapie weiterbehandeln, die Chemotherapie, besonders die Ganzkörpertherapie Tübingens, zeigte so gravierende Nebenwirkungen auf das Immunsystem, dass wir nicht von nachhaltiger Heilung ausgehen konnten. Ende August bis Anfang September fuhren wir (mit Susanne natürlich) in Urlaub nach Rügen. Kaum zurückgekehrt drängten Burghausen und Tübingen auf eine Chemotherapie, worauf wir einen Ultraschall bei Susanne machen ließen, der aufzeigte, dass auch in den vergangenen 7 Wochen ohne Chemotherapie der Tumor sich nicht vergrößert hatte, sondern sogar leicht geschrumpft war.
Ende September schaltete Prof. Handgretinger aus Tübingen das Jugendamt ein und gemeinsam erwirkten sie, dass den Eltern von Susanne am 22.10.2009 das medizinische Sorgerecht entzogen wurde und Susanne am 27.10.2009 nach Tübingen zur Zwangschemo abgeholt werden sollte. Da Susanne sich weigerte, einigten sich Eltern, Jugendamt und Polizei darauf, dass Susanne zur Untersuchung nach Ulm musste.
Die Untersuchungen in Ulm ergaben, dass Susanne nur noch eine Überlebenschance von 20-30% aus Sicht Professor Steinbachs hatte. Susanne durfte also wieder nach Hause, das medizinische Sorgerecht bekamen wir trotzdem nie wieder zurück. Am 24.12.2009, am heiligen Abend, starb Susanne auf dem Weg ins Krankenhaus, sehr zum Rätsel des anwesenden Notarztes, da zum Todeszeitpunkt kein medizinischer Grund für den Eintritt des Todes vorlag.



Aktuelle Mitteilung

Das Amtsgericht Kempten (Allgäu) hat am 22.01.2014 die Termine für die Hauptverhandlung im Strafverfahren gegen die Eltern von Susanne Rehklau wegen Fahrlässiger Tötung u.a. bekantgegeben.

Als erster Verhandlungstag wurde der 26. März 2014 festgelegt.
Wir werden dem Gericht bis zu zehn Prozessbeobachter mitteilen. Bitte teilen Sie uns mit, wenn auch Sie als Prozessbeobachter mitwirken wollen. Anfrage Prozessbeobachter

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